Technology

Pilotanlage für nahezu vollständiges Recycling von Li-Ionen-Batterien

23.09.2022 10:40

Lithium-Ionen-Batterien sind weit verbreitet - nicht zuletzt in E-Autos und E-Bikes. Während der Lithium-Abbau als ökologisch äußerst bedenktlich gilt steigt die Nachfrage nach dem Alkalimetall. Am Ende des Lebenszycklus werden derzeit bestenfalls Kupfer, Nickel und Kobalt durch Einschmelzen zurückgewonnen, die Rückgewinnung von Lithium ist nach wie vor eine große Herausforderung.

 Im Jahr 2021 startete ProtectLIB und aktuell beschäftigt sich das Team mit der Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Zerkleinerung der Batterien, das patentiert werden soll. In einem ersten Schritt will ProtectLIB Kupfer, Aluminium und Stahl sowie die Kunststoffanteile der Lithium-Ionen-Batterien mechanisch und physikalisch trennen. In einem zweiten Schritt soll in Kooperation mit einem Mineur das Lithium chemisch zurückgewonnen werden. Einen Prototypen hat das Gründungsteam bereits gebaut. Bis zum dritten Quartal 2023 soll eine erste Pilotanlage in Betrieb gehen. Das Ziel ist, die Batterien künftig regional und möglichst vollständig zu recyceln, statt sie wie bisher zum partiellen Recycling ins Ausland zu verfrachten. Wird das neue Verfahren von ProtectLIB in Österreich zugelassen, ist auch eine Anwendung in ganz Europa möglich.

Euro-NCAP-Teststrecke in Österreich eröffnet

16.09.2022 10:36

In Hofkirchen im Traunkreis wurde Österreichs erste Euro NCAP (European New Car Assessment Programme) Teststrecke für das Testen von Fahrassistenzsystemen eröffnet. Betreiber DSD und Testing-Partner ALP.Lab gewährten bei der Eröffnungsfeier Einblicke in die Test-Aktivitäten für automatisierte Fahrsysteme.

Fahrassistenzsysteme wie zum Beispiel Notbrems-, Einpark-, Spurhalte oder Abstandsassistenten sind aus modernen Fahrzeugen nicht mehr wegzudenken. Damit sie richtig funktionieren und Unfälle verhindern können, müssen sie unabhängig getestet werden. Für die Eröffnung des 660 Meter langen, insgesamt 3,4 Hektar großen Areals, wurde zu einem Event inklusive Test-Demonstrationsfahrt geladen. Direkt am Testgelände gaben dabei 13 Aussteller Einblicke in die technologischen Besonderheiten und Herausforderungen der notwendigen Tests.

E-Fahrzeuge mit Feinstaubfilter ausgestattet, um die Umgebungsluft zu reinigen

16.09.2022 09:53

Die Österreichische Post hat gemeinsam mit Mercedes-Benz ein neues Pilotprojekt gestartet. Dabei wurden zwei eSprinter der Post mit besonderen Filtern zur Reduzierung von Feinstaubemissionen ausgestattet. Die Post liefert in Graz somit nicht nur Pakete, Briefe, Werbesendungen und Printmedien, sondern filtert nebenbei auch noch Feinstaubpartikel aus der Luft.

Das Pilotprojekt soll zur Reduzierung der Feinstaubbelastung dienen und neue Erkenntnisse in Hinblick auf Effektivität, Wettereinflüsse und Haltbarkeit im Realbetrieb gewinnen. Durchgeführt wird der Test in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Vans, den Filtrationsexpert*innen von MANN+HUMMEL sowie der Österreichischen Post.

Die beiden Fahrzeuge sind bereits seit Ende August in der Grazer Innenstadt unterwegs und absolvieren ihre Routen im wöchentlichen Wechsel, um über die verbauten Feinstaubsensoren repräsentative Werte zur Feinstaubkonzentration zu ermitteln.

Neuer Monitoringbericht Automatisierte Mobilität

04.09.2022 15:57

Die Entwicklung automatisierter Mobilitätslösungen wurde auch im vergangenen Jahr von der austriatech intensiv vorangetrieben. Neben einer steigenden Anzahl an Tests und ersten Praxisbeispielen ist das Thema urbane Mobilität in den Fokus gerückt. Der aktuelle Monitoringbericht zu automatisierter Mobilität präsentiert gesammelt nationale Projekte sowie internationale Best-Practice Beispiele. Aber auch Neuerungen bei den rechtlichen Rahmenbedingungen zu automatisiertem Fahren werden vorgestellt.

Positive Zwischenergebnisse zu LKW Automatisierungsprojekt

02.09.2022 12:28

MAN Truck & Bus, Deutsche Bahn, Hochschule Fresenius und Götting KG ziehen positive Halbzeitbilanz im gemeinsamen Automatisierungs-Projekt ANITA (Autonome Innovation im Terminalablauf). Ziel von ANITA ist es, mit autonom fahrenden Lkw den Containerumschlag von der Straße auf die Schiene in seinen Ablaufprozessen zu verstetigen und damit effizienter, planbarer und zugleich flexibler zu machen. So können künftig mehr Güter im umweltfreundlichen Kombinierten Verkehr befördert werden. Dafür schärft MAN in den kommenden Monaten die „elektronischen Sinne“ des autonomen Lkw im realen Einsatzumfeld, damit er wie ein echter Fahrer die Umgebung wahrnehmen, reagieren und planen kann.

AIT gründet neue Competence Unit "Battery Technologies"

17.05.2022 15:05

Die Aktivitäten am AIT rund um elektrifizierte Antriebe konnten in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet werden. „Angetrieben durch unsere erfolgreiche Internationalisierung, durch große EU-Projekte und Kooperationen mit internationalen Partnern haben sich die Aktivitäten in den letzten Jahren verdoppelt – sowohl was die Zahl der Projekte und der Forscher:innen als auch des Budgets betrifft“, berichtet Helmut Oberguggenberger, Leiter der Competence Unit „Electric Vehicle Technologies“. Als Folge dieses starken Wachstums und zur Schärfung des strategischen Fokus wurde nun aus dieser Competence Unit heraus eine eigene Competence Unit „Battery Technologies“ ins Leben gerufen sowie ein Solid-State-Batterielabor eingerichtet. In dieser werden zum einen die bestehenden Forschungsaktivitäten in diesem Bereich gebündelt, und zum anderen werden weitere Investitionen in strategische Themenfelder getätigt.
 

Steirische Forschungskompetenz für optimierte Lithium-Ionen-Batterien

17.05.2022 12:16

Erstmals forscht ein rein steirisches Konsortium an signifikanten Verbesserungen von Lithium-Ionen-Batterien. Für das Projekt „OpMoSi“ haben sich vier maßgebliche Player des heimischen Industrie- und Forschungskomplexes zusammengetan, womit eine in Österreich einzigartige Bündelung von Kompetenzen im Bereich der Forschung und Entwicklung von Batterien erreicht wird. Koordinator des Konsortiums ist ein A3PS Mitglied, nämlich die Virtual Vehicle Research GmbH.

Was ist eine AGM-Batterie?

11.03.2022 13:24

Die Batteriesäure einer AGM-Batterie ist in einem Glasvlies gebunden und bleibt so stabil: Das verhindert die Selbstentladung, erhöht die Ladungsaufnahme und verlängert die Lebensdauer. Dabei steht AGM für "Absorbent Glass Mat" (absorbierendes Glasvlies) und ist eine Weiterentwicklung der Bleisäurebatterie. Bei diesen Batterien ist der Elektrolyt – also die Batteriesäure – in einem Glasvlies gebunden und wird von diesem wie von einem Schwamm aufgesaugt. Dadurch wird die Säureschichtung – die Hauptursache von Entladungen bei herkömmlichen Bleisäureakkus – verhindert. Ein weiterer Vorteil der AGM-Technologie ist ihre ausgezeichnete Ladungsaufnahme. Die Batterie kann vollständig geladen werden – nicht nur im Labor, sondern auch tatsächlich im Fahrzeug.

Gewichtsoptimierte Batteriegehäuse für Volumenfahrzeuge

03.03.2022 09:41

Die Anwendung der Funktionsintegration auf das Batteriegehäuse sowie auf die umgebende Fahrzeugstruktur bietet Leichtbaupotenzial. Im FAT-Vorhaben "Leichtbaubatteriegehäuse" (FAT-Schriftenreihe Nr. 352) wurde an der Universität Paderborn und der RWTH Aachen University am Beispiel eines Kompaktklassefahrzeugs ein funktionsintegriertes Gehäusekonzept unter besonderer Berücksichtigung der Fügetechnik und geeigneter Fügeverfahren ausgelegt. Neben der simulativen Absicherung des Konzepts lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Bewertung der Dichtheit verschiedener Hybridfügetechniken.

Neue Wissensdatenbank über Digitalisierung und Automatisierung des Verkehrs

24.01.2022 08:57

Das Projekt „Digitalisierung und Automatisierung im Verkehrs- und Mobilitätssystem“ (DAVeMoS) der BMK-Stiftungsforschungsgruppe beschäftigt sich mit den geeigneten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Innovationen. Ziel ist dabei eine solide Evidenzbasis auf Systemebene zu schaffen und die Umsetzung von Mobilitätslösungen und -technologien zu fördern. Der Knowledge Pool ist eine sich ständig weiterentwickelnde Datenbank, die Teil des DAVeMoS Projekts ist. Sie soll Konzepte und Belege für die systemischen Auswirkungen der Digitalisierung und Automatisierung des Verkehrs sammeln. Die Autoren freuen sich über Feedback, Fragen und Beiträge der Leser. Wenn Sie Eingaben ergänzen möchten, wenden Sie sich gerne an Frau Martyna Bogacz unter davemos.library@boku.ac.at
 

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