Technology

SUBLIME: Festkörper-Li-Metall-Batterien auf Sulfidbasis für Elektrofahrzeuge

26.07.2023 22:40

Das zentrale Element des SUBLIME-Konzepts ist die Entwicklung einer umfassenden Wertschöpfungskette, angefangen bei der Definition von den Anforderungen der Zellen bis hin zur Durchführung von weitreichenden Testkampagnen für neuartige Festkörperbatteriezellen auf Basis von Sulfid-Festkörperelektrolyten mit erhöhter Ladungs- und Energiedichte.

Im Rahmen von SUBLIME wird die Sulfid-Festkörperelektrolytbatterie-Technologie voraussichtlich die Technologiestufe (Technology Readiness Level; TRL) 6 erreichen. Dadurch wird der Weg für eine skalierbare und effiziente kommerzielle Fertigung geebnet. Das Projekt wird außerdem eine umfassende Roadmap für 2030 erstellen, welche das starke Konsortium europäischer Partner auf dem Weg zum erfolgreichen Markteintritt dieser Technologie unterstützt.

Das Horizon 2020 Projekt SUBLIME wird von FEV Europe koordiniert. Das AIT Austrian Institute of Technology spielt eine zentrale Rolle in SUBLIME und ist nicht nur für die Optimierung von Kathoden- und Festkörperelektrolytfolien verantwortlich, sondern auch für die Dissemination der Projektergebnisse.

Innovative aktive Mobilität für grüne und sichere Städte

11.07.2023 15:56

Um CO2-Neutralität zu erreichen, müssen Städte neue, maßgeschneiderte Energiekonzepte für den urbanen Verkehr entwickeln, die auf emissionsfreie und aktive Mobilitätsformen setzen. Die Akzeptanz dieser nachhaltigen Mobilitätslösungen hängt entscheidend davon ab, dass sie inklusiv, erschwinglich und sicher sind, sowie den Bedürfnissen der Nutzer:innen gerecht werden. Vor kurzem fand das Kick-off zum europäischen Projekt AMIGOS statt. AMIGOS nutzt Co-Creation und innovative digitale Tools, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Bereich der Mobilität für fünf Städte sowie zehn urbane Regionen zu identifizieren. Zum Einsatz kommen dabei die Mobility Observation Box des AIT sowie eine App zur Erfassung von Mobilitätsdaten. 

Konsequentes Recycling im Autobau durch geschlossene Materialkreisläufe

04.07.2023 13:04

Autohersteller wollen ihre Produkte nachhaltiger fertigen. Dazu gehören weniger klimaschädliche Emissionen als auch eine geschlossene Kreislaufwirtschaft. Aus alten Autos sollen morgen neue werden. Die Elektromobilität ist Treiber des Recycling-Trends. Angefangen hat es mit der öffentlichen Diskussion um Batterierohstoffe und deren Wiederverwertung. Nun steht das gesamte Auto im Fokus. Doch bei der Materialauswahl bewegen sich die Hersteller in einem magischen Viereck mit den Zielgrößen CO2-Neutralität, Recycling-Materialien, Unbedenklichkeit in Sachen Gesundheit sowie Kundenzufriedenheit. Alle vier Ziele lassen sich nur selten realisieren.

Intelligente Ampel gibt grünes Licht für selbstfahrenden LKW

04.07.2023 11:02

Rund 600 Meter ist die Strecke zwischen dem Werk von BRP-Rotax und dem Logistikstandort von DB Schenker in Gunskirchen lang. Eine kurze Strecke mit dem LKW, aber ein langer Weg, wenn dieser LKW ohne Fahrer unterwegs sein soll. Seit 2021 wird mit finanzieller Förderung der Europäischen Union und unter Leitung der DigiTrans GmbH als Testkoordinator an einem automatisierten Hub-to-Hub-Transport geforscht. Zwei große Herausforderungen gilt es dabei zu bewältigen: der Transport muss auch bei widrigen Wetterbedingungen wie Regen oder Schnee verlässlich funktionieren, was hohe Anforderungen an die Sensorik der Fahrzeuge stellt. Und: die Strecke führt über eine öffentliche Straße.

Erstmals kommt in Gunskirchen daher eine sogenannte C-ITS-Ampel zum Einsatz, die laufend mit dem Fahrzeug kommuniziert.

Nachhaltiges Konzept für die „Grüne Gießerei 4.0“

04.07.2023 10:53

Im NEFI-Projekt „envIoTcast – environmentally friendly casting” entwickeln die Projektpartner ein modernes nachhaltiges Konzept für die „Grüne Gießerei 4.0“. Der Schlüssel dazu sind innovative Technologien zur Erhöhung der Energieeffizienz, CO2-neutrale Alternativen zu Erdgas sowie moderne Digitalisierungsmethoden. Ziel ist die vollständige Dekarbonisierung von energieintensiven Hochtemperaturprozessen, beispielsweise in Gießereien, die Aluminiumbauteile für die Automobilindustrie erzeugen.

Gelingen soll dies durch den Einsatz erneuerbarer Energien und mehr Energieeffizienz, etwa durch die Nutzung von Abwärme. Methan, grüner Wasserstoff und Strom sind bei klimaneutraler Herstellung geeignete Alternativen zu Erdgas. Mit Laboruntersuchungen und in verschiedenen Industriebetrieben testet das AIT Austrian Institute of Technology mit seinen Partnern, welcher Energieträger für den jeweiligen Industrieofen und Prozess am besten geeignet ist. Erste Ergebnisse des Projekts wurden bei der automotive.2023 im Mai präsentiert.

Norwegen: Pläne für emissionsfreies Postschiff vorgestellt

16.06.2023 12:36

Die norwegische Schifflinie Hurtigruten hat Pläne für ihr erstes emissionsfreies Schiff vorgestellt. Das im Projekt „Sea Zero“ geplante Schiff will das Unternehmen batterieelektrisch betreiben. Die Akkus haben 60-Megawattstunden Kapazität. Drei einziehbare, sogenannte Rigs, Takelage, sollen auf 1.500 Quadratmetern mit Solarpaneelen ausgerüstet sein und Energie liefern. Vorrangig werden die Akkus aber in Häfen entlang der Routen geladen. 

AVL und AIT kooperieren im Bereich Automotive-Sicherheit

04.06.2023 16:13

AVL und AIT - Austrian Institute of Technology haben heute eine Partnerschaft bekannt, um der Branche eine automatisierte Cybersecurity Gefahren- und Risikoanalyse auf Basis der ISO/SAE 21434 als integrierte Softwarelösung bereit zu stellen.

Mit dem wachsenden Umfang und der zunehmenden Komplexität der Software in Fahrzeugen, die oft als "Rechenzentren auf Rädern" bezeichnet werden, nehmen auch die Angriffsflächen für Cyberattacken auf dem Automobilmarkt zu. Die UNECE WP.29 R155 sowie der ISO/SAE 21434 Standard verlangen von OEMs und ihrer Lieferkette die Einführung und Zertifizierung eines Cyber Security Management Systems (CSMS). Dieses inkludiert ein proaktives Management von Cyber-Gefahren und -Risiken, um Fahrzeuge und Infrastruktur während des gesamten Entwicklungs- und Lebenszyklus zu schützen.

Die Partnerschaft zwischen AVL und AIT ist auf diese Herausforderungen ausgerichtet, denen sich die Automobilindustrie gegenübersieht: Die vorhandenen Gefahren und Risiken aufgrund von Cyber Attacken über die Entwicklung und den Lebenszyklus systematisch zu erkennen und zu bewerten, um gezielte Maßnahmen einzuleiten.

Wasserstoff-Traktor Prototyp präsentiert

06.03.2023 15:16

Ende Februar stellte Fendt den Prototpy eines Wasserstoff-Traktors am German Hydrogen Summit vor.

Gemeinsam mit weiteren Partnern beteiligt sich Fendt am landwirtschaftlichen Modellprojekt H2Agrar in Niedersachsen, um eine Wasserstoffinfrastruktur für die landwirtschaftliche Nutzung zu erforschen. In dem Modellprojekt kommen erstmals Prototypen eines wasserstoffbetriebenen Traktors regelmäßig auf landwirtschaftlichen Betrieben zum Einsatz.

Dazu wird Fendt im April 2023 seine beiden Prototypen der ersten Generation an landwirtschaftliche Betriebe im niedersächsischen Haren (Emsland) ausliefern. Ziel des Projekts ist die Erforschung und der Aufbau einer Infrastruktur für Wasserstoff für die Landwirtschaft in der Modellregion Emsland. Das Projekt wurde bereits mit dem DLG Agrifuture Concept Award 2022 ausgezeichnet.

ICL-Briefing-Paper: Feinstaubbelastung im Straßenverkehr von Reifen und Bremsen

28.02.2023 11:18

Ein neues Informationspapier des Imperial College London schätzt, dass im Jahr 2021 52 % aller Verschmutzungen durch kleine Partikel im Straßenverkehr von Reifen und Bremsen stammten. Die Forscher der Transition to Zero Pollution (TZP)-Initiative des Imperial College London warnen davor, dass wir, obwohl Elektrofahrzeuge das Problem der Kraftstoffemissionen beseitigen, weiterhin ein Problem mit Feinstaub aufgrund von Reifenverschleiß haben werden.

Sechs Millionen Tonnen Reifenabriebpartikel (TWP) werden jedes Jahr weltweit freigesetzt, und allein in London emittieren 2,6 Millionen Fahrzeuge jährlich etwa neuntausend Tonnen Reifenabriebpartikel. Trotzdem wurde die Forschung zu den Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen des Reifenverschleißes im Vergleich zu Forschung und Innovationen zur Bekämpfung von Kraftstoffemissionen bisher vernachlässigt.

Neues Zweigang-Getriebe für E-Autos in Entwicklung

01.02.2023 11:11

Der japanische Autohersteller Suzuki will ein Zweigang-Getriebe für E-Autos entwickeln. Partner ist das kanadische Unternehmen Inmotive. Das Ziel: bis zu 15 Prozent mehr Reichweite. Der erste Gang soll das Fahrzeug aus dem Stand „auf die Hälfte der Autobahngeschwindigkeit“ bringen. Der zweite Gang wird für höhere Geschwindigkeiten verwendet. Der Elektromotor soll so effizienter betrieben werden – was den Fahrleistungen und der Reichweite zugute kommen soll – bis zu 15 Prozent mehr sind laut Suzuki möglich. Suzuki geht außerdem davon aus, dass der verwendete Motor kleiner ausfallen kann, weil er im jeweils optimalen Betriebsbereich betrieben werden kann.

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