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Zulieferindustrie fordert ambitionierten Industrial Accelerator Act und technologieoffene CO₂-Flottenregulierung

Die europäische Automobilzulieferindustrie steht unter erheblichem Wettbewerbs- und Transformationsdruck. Da rund 75 % der Wertschöpfung eines Fahrzeugs auf die Zulieferer entfallen, fordert die Branche rasche Entscheidungen zum Industrial Accelerator Act (IAA) und zur Überarbeitung der CO₂-Flottenregulierung. Im Mittelpunkt stehen Planungssicherheit, Investitionsanreize und die Sicherung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit Europas.
Industrial Accelerator Act

© Foto: weyo - stock.adobe.com

Industrial Accelerator Act: Europäische Wertschöpfung stärken

Der IAA muss ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Europa setzen und kritische Schlüsseltechnologien sowie industrielle Kompetenzen in der EU sichern. Die Zulieferindustrie spricht sich dafür aus, das Komponentenziel von 70 % beizubehalten und ab 2030 auf 75 % anzuheben. Insbesondere Komponenten für elektrische Antriebe und Elektronik sollen stärker geschützt werden. Darüber hinaus fordert die Branche eine klare Definition von „Made in EU“, einen Flottenbooster von 85 % sowie zeitlich begrenzte Übergangsregelungen für bestehende industrielle Anlagen.

CO₂-Flottenregulierung: Technologieoffenheit als Schlüssel

Auch die CO₂-Flottenregulierung muss grundlegend weiterentwickelt werden. Die Branche warnt vor einer einseitigen Fokussierung auf batterieelektrische Fahrzeuge und plädiert für einen technologieoffenen Ansatz, der auch Plug-in-Hybride, Range Extender und erneuerbare Kraftstoffe berücksichtigt.

Zu den zentralen Forderungen zählen die Beibehaltung des aktuellen Utility Factors für Plug-in-Hybride und Range Extender, die Anerkennung von Fahrzeugen mit rein erneuerbaren Kraftstoffen als emissionsfrei sowie gezielte Anreize für in Europa produzierte batterieelektrische Fahrzeuge. Ergänzend sollen erneuerbare Kraftstoffe und CO₂-arme Materialien frühzeitig angerechnet und mehr Flexibilität bei der Erreichung der Flottenziele geschaffen werden.

Europa braucht eine starke Zulieferindustrie

Industrielle Souveränität und langfristige Wettbewerbsfähigkeit lassen sich nur mit einer starken europäischen Zulieferindustrie sichern. Dafür braucht es einen ambitionierten Industrial Accelerator Act und eine innovationsfreundliche, technologieoffene CO₂-Regulierung. Die anstehenden Entscheidungen sind entscheidend, um Investitionen in Europa zu halten, Wertschöpfung zu sichern und die Zukunft der automobilen Industrie aktiv zu gestalten.

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