KLIMANEUTRALE MOBILITÄT 2040

PRESSEKONFERENZ & ROUND TABLE
KLIMANEUTRALE MOBILITÄT 2040
Realität oder Utopie?
Welche Schlüsseltechnologien brauchen wir?

Im Rahmen der 20-Jahr-Feier von Österreichs größtem  COMET-Zentrum Virtual Vehicle Research GmbH kamen am 13. Oktober 2022 hochrangige Vertreter aus Industrie, Wissenschaft, Klimaschutzministerium, FFG und WKO in Palais Mollard der Österreichischen Nationalbibliothek zusammen. Gemeinsam konnten  Strategien und Ausblicke zur klimaneutralen Mobilität 2040 diskutiert werden.
Univ. Prof. Horst Bischof, designierter Rektor der TU Graz und größter Shareholder der Virtual Vehicle Research GmbH erklärte in seinem Eingangsstatement das Programm COMET zum idealen Vehikel für die Kooperation zwischen Universität und Unternehmen, das somit unverzichtbar für eine technische Universität sei. Die Virtual Vehicle Research GmbH nimmt inzwischen eine Vorreiterrolle in Europa ein und findet sich häufig in der koordinierenden Rolle als wissenschaftlicher Partner in EU-Projekten.
Vom anfänglichen reinen Automobil-Fokus ergänzte Virtual Vehicle Research sein Portfolio um die Themen Rail Systems mit speziellem Fokus auf nachhaltige Mobilität und Digitalisierung. Damit konnten später auch weitere Shareholder wie voestalpine und Infineon dazugewonnen werden. Virtual Vehicle Research beschäftigte sich schon früh mit dem „Digital Twin“, wo Methoden, die für die Automotive-Industrie entwickelt wurden, nun auch auf andere Systeme, wie die Bahn übertragen werden.
Dr. Jost Bernasch, Geschäftsführer Virtual Vehicle, gab umfangreiche Einblicke in die 20-Jährige Erfolgsgeschichte des COMET-Zentrums, das in vielen Bereichen die Nummer 1 geworden ist. In den letzten 20 Jahren hat sich einiges geändert und es entstanden neue Herausforderungen. Virtual Vehicle möchte dazu beitragen, dass bis 2040 die klimaneutrale Mobilität tatsächlich umgesetzt sein wird.
Dr. Rupert Pichler (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobiliät, Innovation und Technologie, BMK) sieht in der Virtual Vehicle Research GmbH ein Best-Practice Beispiel für die erfolgreiche Nutzung des COMET-Instruments. COMET (Competence Center for Excellent Technology) ist ein österreichisches Förderinstrument, das zeitlich auf 8 Jahre befristet ist, wobei aber eine Wiederbewerbung möglich ist.
Stefan Rohringer (Infineon) kennt Virtual Vehicle sehr gut und freute sich besonders, auch einmal in Wien vom Grazer Forschungszentrum schwärmen zu können. Infineon steht seit den ersten Jahren mit der Virtual Vehicle Research GmbH in Kontakt und stieg aufgrund thematischen Erweiterung des Forschungszentrums nach einigen Jahren auch als Shareholder ein. Die Kooperation mit Virtual Vehicle Research ist für Infineon unheimlich wichtig, da als Innovationsführer die Geschwindigkeit (time-to-market) eine große Rolle spielt.
Auch Dr. Emmanuel Glenck (FFG) gratulierte als Fördergeber zum 20-Jahr-Jubiläum und freut sich besonders über die Verschränkung mit der Bahn. Derzeit laufen zahlreiche nationale und internationale Projekte mit Beteiligung des Forschungszentrums und Virtual Vehicle Research ist ein international gefragter Partner, der den Innovations- und Wirtschaftsstandort stärkt.
Im Anschluss an die Statements des Geschäftsführers, der Shareholder und Fördergeber wurden -moderiert von Dr. Michael Nöst (A3PS)- Fragen der Journalisten beantwortet. Nach einer kurzen Pause konnte das Programm mit einer Round Table zum Thema „Die Bahn ist Backbone für die klimaneutrale Mobiliät“ fortgesetzt werden. Die Round Table war hochkarätig durch Vertreter des BMK, der TU Graz, voestalpine, Siemens, ÖBB, WKO und dem Verband der Bahnindustrie besetzt. „Die Schlüsselinnovation ist die Systeminnovation“ erklärte Prof. Horst Bischof. Die österreichische Bahnindustrie ist international sehr gefragt, was sich auch in der kürzlich stattgefundenen Fachmesse Inno-Trans wieder einmal zeigte. Neben Südosteuropa sind auch die Märkte Südostasiens, Afrikas und Lateinamerikas sehr an österreichischen Innovation interessiert.
Neben den technologischen Innovationen ist für die erforderliche und im nationalen Mobilitätsplan des BMK geforderte Verlagerung auf die Schiene auch notwendig, die Bahn Attraktiver zu machen. Auch dazu können und werden Innovationen des Virtual Vehicle deutlich beitragen.


Wir gratulieren zu 20 Jahren erfolgreicher Performance!